1919. Die Neuerfindung von Raum und Zeit. Vortrag von Prof. Dr. Ines Weizman

Mit den BAUHAUS LECTURES möchten das Bauhaus-Institut und die Hermann-Henselmann-

Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus

vorstellen.

Der Vortrag versucht, die Geschichte des Bauhaus mit unterschiedlichen politischen, erkennt -nistheo retischen, wissenschaftlichen und kulturellen Spannungsfäden in einer Textur der Zeit zu verweben und damit neue Verknüpfungen zwischen Struktur- und Ereignisgeschichte her -zustellen. Denn gerade im Hinblick auf die Geschichte der Rezeption und der Migration des Bauhauses muss das globale Beziehungsgeflecht der Geschichte der Moderne international und interdisziplinär erfasst werden, um den Auftritt der Ideen und ihrer Protagonisten sowie deren historisches Verblassen in einer hundertjährigen Rahmenhandlung zu erkennen.

Zur Vortragsreihe:

Das Bauhaus war in Thüringen stets umkämpft. Die Einbettung des neuen Weimarer Bauhaus-Museums am ehemaligen »Gauforum« in das Projekt »Topographie der Moderne« trägt dem Anspruch Rechnung, das Bauhaus nicht auf einen stylischen Markenartikel »Made in Germany« zu reduzieren und massenkultur-touristisch zu musealisieren. Vielmehr gilt es, das Bauhaus in seiner Vielfalt und Ambivalenz sowie in seiner gesellschaftlichen Verortung zu erfassen und in diesem Sinne die es tragende Frage »Wo wollen wir leben?« stets neu zu stellen und zu beantworten. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bauhaus Lectures« finden bis Juni 2019 insgesamt zehn Vorträge in Weimar und Berlin statt, sowie eine Exkursion nach Bernau. 

Die Vortragsreihe wird veranstaltet durch das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Zum Gesamtprogramm der Vortragsreihe