Buchpräsentation: 100 Jahre Bauhaus - Kritische Beiträge und Perspektiven.

Mit den BAUHAUS LECTURES möchten das Bauhaus-Institut und die Hermann-Henselmann-

Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus

vorstellen.

Gegen den Trend, das Bauhaus in eine geläuterte deutsche Nationalgeschichte einzumeinden und das soziale und ästhetische Potenzial des Bauhauses und der kulturellen Aufbrüche der Weimarer Zeit wegzublenden – und so auch die kritischen Perspektiven auf heutige gesellschaftliche Verhältnisse aus dem Jubiläum herauszuhalten –, versucht der von Bernd Hüttner (RLS, Bremen) und Georg Leidenberger (Mexiko-City) herausgegebene Sammelband, das Bauhaus aus heutiger emanzipatorischer Perspektive zu erschließen.

Zur Vortragsreihe:

Das Bauhaus war in Thüringen stets umkämpft. Die Einbettung des neuen Weimarer Bauhaus-Museums am ehemaligen »Gauforum« in das Projekt »Topographie der Moderne« trägt dem Anspruch Rechnung, das Bauhaus nicht auf einen stylischen Markenartikel »Made in Germany« zu reduzieren und massenkultur-touristisch zu musealisieren. Vielmehr gilt es, das Bauhaus in seiner Vielfalt und Ambivalenz sowie in seiner gesellschaftlichen Verortung zu erfassen und in diesem Sinne die es tragende Frage »Wo wollen wir leben?« stets neu zu stellen und zu beantworten. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bauhaus Lectures« finden bis Juni 2019 insgesamt zehn Vorträge in Weimar und Berlin statt, sowie eine Exkursion nach Bernau. 

Die Vortragsreihe wird veranstaltet durch das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Zum Gesamtprogramm der Vortragsreihe