Die Bauhaus-Rezeption in der DDR. Vortrag von Wolfgang Thöner

Mit den BAUHAUS LECTURES möchten das Bauhaus-Institut und die Hermann-Henselmann-

Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus

vorstellen.

Das Bauhaus war in der DDR in seinem geistigen und materiellen Erbe auf unterschiedliche Weise präsent, zu Beginn vor allem durch das Wirken ehemaliger Bauhäusler, bald aber auch durch jüngere Generationen. Der Umgang mit diesem Erbe war immer politisch brisant,  verbunden mit ideologisch aufgeladenen Fragen. Der Vortrag folgt der Chronologie und geht dabei auf die verschiedenen Gebiete ein – von der Architektur, dem Design über die Künste und Pädagogik bis zur Bauhausforschung und zu institutionellen Verbindungen. Die DDR-Bauhaus-Rezeption hat ihre eigene Geschichte.

Zur Vortragsreihe:

Das Bauhaus war in Thüringen stets umkämpft. Die Einbettung des neuen Weimarer Bauhaus-Museums am ehemaligen »Gauforum« in das Projekt »Topographie der Moderne« trägt dem Anspruch Rechnung, das Bauhaus nicht auf einen stylischen Markenartikel »Made in Germany« zu reduzieren und massenkultur-touristisch zu musealisieren. Vielmehr gilt es, das Bauhaus in seiner Vielfalt und Ambivalenz sowie in seiner gesellschaftlichen Verortung zu erfassen und in diesem Sinne die es tragende Frage »Wo wollen wir leben?« stets neu zu stellen und zu beantworten. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bauhaus Lectures« finden bis Juni 2019 insgesamt zehn Vorträge in Weimar und Berlin statt, sowie eine Exkursion nach Bernau. 

Die Vortragsreihe wird veranstaltet durch das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Zum Gesamtprogramm der Vortragsreihe