Die bewegte Geschichte der Bundesschule in Bernau. Führung mit Dr. Anja Guttenberger

Mit den BAUHAUS LECTURES möchten das Bauhaus-Institut und die Hermann-Henselmann-

Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus

vorstellen.

Mit der Bundesschule des ADGB konnten die Ideale des Bauhaus unter der Leitung von Hannes Meyer (1928–1930) auf einzigartige Weise verwirklicht werden. In kollektiver Arbeit planten, bauten und möblierten alle Bauhaus-Werkstätten die Schule, mittels Funktionsdiagrammen und Umweltanalysen passten sie den Bau perfekt an das Gelände und die Bedürfnisse der Nutzer*innen an. Nach 1933 wurde das Gebäude eine Nazi-Führerschule, dann ein Hospital, nach 1945 wieder eine Gewerkschafts(hoch-)schule, heute ist es Bildungsstätte der Handwerkskammer.

Begrenzte Platzkapazität, Anmeldung unter: anmeldung(at)hermann-henselmann-stiftung.de

Zur Vortragsreihe:

Das Bauhaus war in Thüringen stets umkämpft. Die Einbettung des neuen Weimarer Bauhaus-Museums am ehemaligen »Gauforum« in das Projekt »Topographie der Moderne« trägt dem Anspruch Rechnung, das Bauhaus nicht auf einen stylischen Markenartikel »Made in Germany« zu reduzieren und massenkultur-touristisch zu musealisieren. Vielmehr gilt es, das Bauhaus in seiner Vielfalt und Ambivalenz sowie in seiner gesellschaftlichen Verortung zu erfassen und in diesem Sinne die es tragende Frage »Wo wollen wir leben?« stets neu zu stellen und zu beantworten. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bauhaus Lectures« finden bis Juni 2019 insgesamt zehn Vorträge in Weimar und Berlin statt, sowie eine Exkursion nach Bernau. 

Die Vortragsreihe wird veranstaltet durch das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Zum Gesamtprogramm der Vortragsreihe