Die Schule im Walde. Bauhaus-Ästhetik und Formalismus-Debatte. Vortrag von Dr. Anja Guttenberger

Mit den BAUHAUS LECTURES möchten das Bauhaus-Institut und die Hermann-Henselmann-

Stiftung Forschungsergebnisse zur Real- und Rezeptionsgeschichte des Bauhaus

vorstellen.

Als die Bundesschule des ADGB nach 1945 an die Gewerkschaften zurückgegeben wurde und bald als Fortbildungsstätte zu klein wurde, beauftragte man Georg Waterstradt mit der Planung der Erweiterung. Seine Idee war es, das Internatsgebäude von Hannes Meyer in seiner Zick-Zack-Form zu spiegeln. Sein Wirken nahm Mitte 1951 ein jähes Ende als Waterstradt von der SED-Führung vom Projekt abgezogen wurde. Bis in die 1980er Jahre hinein folgten weitere An- und Erweiterungsbauten. Sie spiegeln die Abkehr vom und die Wiederannäherung an das Bauhaus.

Zur Vortragsreihe:

Das Bauhaus war in Thüringen stets umkämpft. Die Einbettung des neuen Weimarer Bauhaus-Museums am ehemaligen »Gauforum« in das Projekt »Topographie der Moderne« trägt dem Anspruch Rechnung, das Bauhaus nicht auf einen stylischen Markenartikel »Made in Germany« zu reduzieren und massenkultur-touristisch zu musealisieren. Vielmehr gilt es, das Bauhaus in seiner Vielfalt und Ambivalenz sowie in seiner gesellschaftlichen Verortung zu erfassen und in diesem Sinne die es tragende Frage »Wo wollen wir leben?« stets neu zu stellen und zu beantworten. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bauhaus Lectures« finden bis Juni 2019 insgesamt zehn Vorträge in Weimar und Berlin statt, sowie eine Exkursion nach Bernau. 

Die Vortragsreihe wird veranstaltet durch das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar und die Hermann-Henselmann-Stiftung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Zum Gesamtprogramm der Vortragsreihe